Es
ist anzunehmen, daß es bis Anfang der dreißiger Jahre des
17. Jahrhunderts - bis 1633 - in Freiburg an der Elbe weder
ein Schulgebäude noch einen ständigen Lehrer gegeben hat.
Erst in der Rechnung von 1633/34 steht ein fester Posten als
Ausgabe für den "Schulmeister". Sein Gehalt belief sich auf
jährlich 130 Mark. Er hieß Henning. Zuerst ist Schule im Hause
des Jochen Fuess gehalten worden. Aber noch im selben Jahre
ist man in das Haus des Heinrich Koch umgezogen. "Dem ist
die Hüer utrickt für das Hus, darin anno 1633 die Schule gehalten:
10 Mark!" Im nächsten Jahre fand der Unterricht im Hause
eines Steffen Grüsing statt, der an Miete 40 Mark bekam.
Auf
die Dauer war es wenig erquicklich für Lehrer und Schüler,
sich immer neu einzugewöhnen. Da bot sich eine Gelegenheit,
ein Schulhaus zu erwerben. In der Rechnung von 1636 heißt
es: "Anno 1635 des seligen Marten Wickhorst Hüerstelle
zur Schule genommen." Als Grund wird angegeben, daß er
der Kirche für neun Jahre die Grundhüer schuldig geblieben
war. Im Jahre 1638 haben als Schulmeister "Georg" und 1641
"Joachim" ihr Gehalt bezogen.
Von
einer Schulpflicht kann erst von 1752 an gesprochen werden
(Schulordnung für die Herzogtümer Bremen und Verden, in der
für die Kinder vom achten Lebensjahr an die Schulpflicht bestand).
Aber
der Schulbesuch war recht unregelmäßig. In einer Niederschrift
von 1795 heißt es, daß "die Kinder durch das Bettelngehen
von der Schule abgehalten wurden und vielfältig nicht allein
in großer Unwissenheit aufwachsen, sondern auch manche Untugend
annehmen".
Seit
1891 finden wir Aufzeichnungen über die Entwicklung der Schule
in der Schulchronik, deren erste Eintragungen von dem damaligen
Hauptlehrer Wallis begonnen wurden.
1891
besuchten 233 Kinder die allgemeine Volksschule im Ort Freiburg
(Elbe). In den Jahren bis 1896 blieb die Schülerzahl
durchweg unverändert bei rund 220 Kinder.
Die
Schulgemeinde bestand "aus dem Flecken Vorfreiburg, Neuensteden,
Schöneworth (soweit östlich vom Mühlenwege belegen) und Hollerdeich".
Die allgemeine Volksschule wird amtlich »Hauptschule«
genannt, das ist eine Schule, an der junge Lehrer ausgebildet
werden können. Das erste neuzeitliche Schulgebäude wurde 1870
errichtet, es wurde 1908 umgebaut und um einen Klassenraum
erweitert. Die ehemalige Dienstwohnung des Hauptlehrers ist
verkleinert und in eine Lehrerinnendienstwohnung umgewandelt
worden. Der Hauptlehrer wurde zunächst in einer gemieteten
Dienstwohnung untergebracht.
1912
siedelte er (Hauptlehrer Laackmann) in die jetzige Dienstwohnung
um. Ende der zwanziger Jahre nahm man wieder eine Erweiterung
der Schule vor.
Nachdem
sich der Verkauf des Hauses an die Post zerschlug - eine neue
Volksschule sollte am Sportplatz errichtet werden - mußte
die Schule um ein Stockwerk erhöht werden. Damit wurde das
Volksschulgebäude das einzige dreistöckige Gebäude in Freiburg.
Im Jahre 1950 kam durch den Ausbau der bisherigen Lehrerinnendienstwohnung
ein achter, ein Lehrerzimmer und ein Rektorzimmer hinzu. Eine
gründliche Überholung und die Erneuerung des Gestühls ist
Ende der 1950er Jahre in Angriff genommen worden.
Bis
1899 waren Kirchenvorstand und Schulvorstand für die drei
Volksschulen des hiesigen Kirchspiels ein und dieselbe Körperschaft.
Diese drei selbständigen Volksschulen waren die Volksschule
Allwörden, in Esch und im Ort Freiburg (Elbe).
Von
1906 an bildete der Flecken mit den beiden anderen Gemeinden
- der Samtgemeinde Freiburg, Allwörden und Schöneworth - einen
Gesamtschulverband, der bis zur Eingemeindung von Allwörden
(1927) und Schöneworth (1929) bestand. 1928 wurden die Kinder
von Allwörden nach Freiburg übernommen und die Schule in Allwörden
aufgelöst. Auch die Grundschule im Ortsteil Esch wurde später
auf die Volksschule Freiburg (Elbe) übertragen.